Idar-Oberstein gilt als das wichtigste Edelstein-Zentrum Europas. Bereits 1375 wurden die Achatvorkommen im Saar-Nahegebiet vom Metzer Domherrn Otto von Diemeringen erwähnt. Als führende Drehscheibe im Handel mit Edelsteinen aus Brasilien und Afrika hat die Stadt an der Edelsteinstraße bis heute nichts von ihrem Charme eingebüßt. Viele Generationen von Edelsteinschleifern- und Graveuren prägten sie und sind seit Jahrhunderten für ihre filigranen Arbeiten weltweit bekannt.

Nachweislich tritt unser Klient  in die schon seit 1784 bestehende Familiendynastie von Edelsteingraveuren und Edelsteinschleifern in Idar-Oberstein ein.  Der weltweite Bekanntheitsgrad der  Edelsteinkunstobjekte führt in der Familienhistorie von Südamerika bis zur Zarenfamilie Nikolaj Romanows nach Russland.

Bereits in der 4. Generation schaut unser Klient auf eine über 200-jährige Familiengeschichte zurück. Alle in Auftrag gegebenen Objekte konnten bis zu diesem Zeitpunkt ausnahmslos verkauft werden. Geprägt von historischen Ereignissen und gesellschaftlichem Wandel fand  das Edelsteingeschäft mit Beginn des Irakkrieges 1989 ein vorläufiges Ende. Die Kundschaft der arabischen Welt, die seinerzeit Hauptabnehmer der Kunstobjekte war, wurde durch den Krieg mit anderen Prioritäten konfrontiert. Das traditionsreiche Familien-Imperium erlitt einen herben Schlag und musste sich neuen Herausforderungen außerhalb des Handels mit Edelsteinkunst stellen.

Im Jahr 2008, nach fast einem Jahr Recherche, konnten einige sicherungsübereignete Rohsteine und Objekte aus der Bankverwahrung ausgelöst werden. Dabei handelt es sich um einen Adler aus Bergkristall [Brasilien, Spannweite 140 cm], einem Falken aus Printstone [Australien, Spannweite 80 cm] und einem, für einen Adler vorgesehenen, 480 kg schweren Rubin [Afrika, Spannweite 220 cm].

Heute signalisieren alte bestehende Verbindungen, Kunden aus dem Irak, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Japan, Brunei, Griechenland, England und den USA, wieder Interesse an diesen Luxusobjekten und geben Anlass, das Geschäft wieder auszubauen.

Durch das Unternehmen wurden bereits der Warenwert [Edelsteine], die Grundausstattung der Werkstatt und Handwerksleistungen für die zu 40% und 80% fertig gestellten  Objekte erbracht.

Zur Fertigstellung der Skulpturen sowie zum Aufbau der Vermarktungsstruktur hat das Unternehmen einen Investitionsbedarf in Höhe von gesamt 500 TEU.

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Ansprechpartner Anja Welter
e-mail redaktion@ac-centa.de

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